Der neue Lohninghof

   Da Lohninghof

Wia a Phönix aus da Aschen steht er da. Seine dicken Mauern, dia ins so vü zan Vazöhn hättn, homb nia aufgebn. s'Gwölb is nit ochabrochn, dös ins auf sei Älter hinweist. Und da Holzbodn hat ah alls ausghaltn, was eahm a so antan homb.

Tausend Jahr geht va eahm scho d'Red. Vü Händ homb da gwerkt. Oa Besitzer hat den andern de Hand gebn. Is eng mit da Landesgeschichte vawobm. Hat an Erzbischof ghöscht und spater nach St. Peter. Hat lang umi a Quartier bereit steh müassn fi de Hochen Herrn.

So is scho allweil a Gastrecht und da Ausschank vabriaft gwen. Hohzat und Leichenschmaus hats gebn a den Haus. Hia und da wird oana sei Hab und Guat va spielt und a onana vü gwunna haben.

Guat dass Leut gebn hat dia an Wert va den Haus gsechen und richtig gschätzt homb und nit aufgebn homb um eahm zkämpfn. A Haus fi all is wieder draus wordn. Fi de kreativen Leut und de Geniesser, gleich obs auf Kultur oder a gscheits Bratl an Gusta homb. Wanns gern selbn eppas lerna möchtend, is ah vorgsorgt. Ja wia da Phönix aus da Aschn steht er da da Lohninghof mag er sei Gastfreundschaft vü Leutn anbiatn und mögns vü annehma. Mags neamb roin, sei Kraft sein Geist und sei Geld a dös alte Gmäuer zsteckn, es kimb eahm gwiß tausendfach zruck.

Rosi Hoffmann

Als 1998 der Lohninghof an eine Wohnbaugenossenschaft verkauft wurde, sollte aus dem Gasthaus ein Wohnhaus entstehen. Daraufhin schlossen sich einige Thumersbacher zu einer Initiative zusammen, um das alte, denkmalgeschützte Haus vor dieser Zweckentfremdung zu retten.

Folgende Mitglieder wurden bei der konstituierten Generalversammlung am 1. Juni 1999 in den Vorstand gewählt: Peter Brücke, Edith Dürlinger, Cornelia Moinat, Rosi Hoffmann, Stefan Seitz, Elisabeth Wieser, Leo Winter, Romana & Peter Wittner.

Nach vielen Verhandlungen dieser „Initiative Lohninghof" mit der Stadtgemeinde Zell am See beschlossen alle in der Stadt vertretenen Parteien, das historische Gebäude für die Bevölkerung und kommende Generationen im Raum Zell am See zu erhalten. Die Stadtgemeinde erwarb daher im Jahr 2000 den Lohninghof und renovierte ihn mustergültig. Der Lohninghof sollte zu einem Haus der Kultur und der Geselligkeit werden. Erika Winter erwarb sich große Verdienste um die Erstellung eines anspruchsvollen Veranstaltungskalenders.

Im Erdgeschoss befindet sich wie in früheren Zeiten das Gasthaus, in dem in gemütlicher Atmosphäre bodenständige Schmankerl serviert werden. Im ersten Stock wird das Foyer als Ausstellungsraum genützt. Die vier Räume dieses Stockwerks sind für Seminare, Nutzung durch Vereine und Kurse vorgesehen. Der gesamte zweite Stock dient als Veranstaltungsraum für ca. 100 Personen, ausgestattet mit einer Bühne.

Das Kulturzentrum Lohninghof bietet zusätzlich 1 Künstlerzimmer, 1 Foyer (44 m²) für Arbeitspausen, Beamer, Overheadprojektor, Rednerpult, Flip-Chart, Leinwand und Pinnwände.

Gasthaus Lohninghof
Seeuferstraße 6
5700 Zell am See

Ansprechpartner
Thomas Schwab
E-Mail: info@speisenmeisterei.at
Website: http://www.speisenmeisterei.at/